Unzufriedenheit mit der Qualität herkömmlicher Fotolabors ist mit ein Grund, sich ein eigenes Fotolabor einzurichten. Aber auch der Spaß an der Entwicklung der selbst geschossenen Bilder bewegt einige Photographen dazu, ihre Photos selbst zu entwickeln
Photos selbst entwickeln im eigenen Photolabor
Wer Platz für ein eigenes Labor hat, sollte die Möglichkeit nutzen und seine Schnappschüsse selbst entwickeln. Ein wenig Zeit und Mühe sind allerdings dringend erforderlich. Und es lohnt sich allemal auch in Zeiten der Digitalkamera noch, seine eigenen Bilder herzustellen, denn die Qualität eines digitalen Bildes unterscheidet sich stark von dem einer Spiegelreflexkamera. Auch der Kontrastumfang und die Auslöseverzögerung sind bei einer konventionellen Kamera weitaus besser.
Ausrüstung zur Photoentwicklung
Für die Einrichtung eines Fotolabors benötigt man zu allererst einen geeigneten Platz, der möglichst dauerhaft bestehen bleiben kann. Der Raum sollte absolut lichtdicht abgedunkelt werden können, wozu auch Türritzen und Schlüsselloch zählen, denn sonst können die Photos noch ungewollt belichtet werden.
Die Anschaffung der Geräte ist abhängig von den gewählten Bearbeitungsprozessen und den finanziellen Mitteln. Zur Grundausstattung gehören auf jeden Fall Chemikalienflaschen, ein Thermometer und Messgefäße. Die Mensur sollte hierbei circa 100ml sein. Ein weiteres nützliches Zubehörteil stellt der Filmrückholer dar, denn er hilft den Film aus der Dose zu entfernen. Die verwendeten Chemikalien sind Entwickler, Stopbad und Fixierer.
Wenn Schwarzweißfilme entwickelt werden sollen sind außerdem eine Entwicklungsdose und mehrere Filmklammern erforderlich, die allerdings auch durch herkömmliche Wäscheklammern ersetzt werden können. Um Schwarzweißabzüge von Negativen anfertigen zu können werden außerdem noch ein Vergrößerer und drei Entwicklungsschalen benötigt. Für farbige Fotos ist ein Farbvergrößerer nötig. Die Entwicklung beider ist relativ einfach, da die verwendeten Chemikalien schon bei Raumtemperatur wirken. Im Gegensatz dazu steht die kompliziertere Negativverarbeitung. der Grund dafür ist die Einhaltung der strengen Temperaturgrenzen. Ein Rotationsentwicklungsgerät kann dabei sehr hilfreich sein.
Fotos selbst entwickeln im Fotoclub
Für diejenigen, die nicht die Gelegenheit und finanzielle Möglichkeit besitzen sich ein eigenes Fotolabor einzurichten, besteht die Aussicht, einem Fotoclub beizutreten. Denn diese besitzen meist ihre eigenen Fotolabore, deren Benutzung einem Mitglied, bzw. zuweilen auch Nichtmitglied, freisteht.