Tipps zum Orchideen sammeln
Seit mehr als 2500 Jahren sind die Menschen von der Schönheit der Orchideen fasziniert. Früher wurden sie in tropischen Regenwäldern gesammelt und auf Schiffen nach Europa gebracht, was ihre Besonderheit steigerte, weil bei weitem nicht alle Pflanzen die langen Reisen überlebt haben.
Mit den modernen Zuchtverfahren, die sich in den letzten Jahrzehnten entwickelt haben, hat die Orchidee nicht an Schönheit verloren, gedeiht aber mit entsprechender Pflege im heimischen Wohnzimmer und erfreut ihren Besitzer durch ihr anmutiges Äußeres und ihren eleganten Duft.
Es gibt etwa 1000 Orchideensorten, die von Botanikern anerkannt werden. Wer sich entschieden hat, Orchideen zu sammeln, braucht Liebe und Geduld und sollte einige Grundregeln bedachten, dann steht einer prachtvollen Orchideensammlung nichts im Wege.
Da Orchideen in ihrer Heimat auf Bäumen wachsen und ihre Nährstoffe aus dem Luft und dem Regenwasser beziehen, darf man sie unter keinen Umständen in Blumenerde setzen, sondern kultiviert sie in spezieller Orchideenerde oder Orchideensubstrat. Um Orchideen feucht zu halten und ihnen nicht die Luft zum Atmen zu nehmen, werden sie in speziellen Substraten aus Rinde, Torf oder Styropor verkauft, die das Wasser halten, aber Luft durchlassen, um die Entstehung von Fäulnis zu verhindern.
Möchte man seiner Orchidee den Lebensraum bieten, den sie aus den Tropen gewohnt ist, sollte man sie nicht zu häufig gießen. Wird jedoch gegossen ist es am besten, dies erfolgt gleich einem starken, tropischen Regenguss. Um zu überprüfen, ob die Orchidee auf der Fensterbank neue Flüssigkeit braucht, hebt man sie kurz an. Fühlt sie sich leicht an, braucht sie neues Wasser.
Das ursprüngliche Leben der Orchideen in den Baumkronen bewirkt, das sie mit einem bescheidenen Angebot an Nährstoffen auskommen. Deshalb reicht es in der Wachstumszeit zwischen Frühling und Herbst alle zwei bis vier Wochen zusätzlich zu düngen.
Die meisten Orchideen fühlen sich an Ost- und Westfenstern am wohlsten, da sie hier von der Mittagssonne profitieren können, aber nicht direkt den prallen Strahlen ausgesetzt sind.
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