Terrarien
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Die Haltung exotischer, aber auch einheimischer Tiere in Terrarien ist ein zunehmend verbreitetes Hobby unter den Deutschen. Noch vor wenigen Jahren fristeten Terrarien ein Schattendasein, die Aquarien mit ihren bunten Fischschwärmen und dem magischen Licht hatten weit mehr Anhänger.
Doch inzwischen ist das Halten von Schildkröten, Schlangen und Eidechsen ebenso wie das von Amphibien oder Insekten eine beliebte Freizeitbeschäftigung geworden, für die man nicht mehr belächelt wird. Zahlreiche Fernsehsendungen, die sich der Tierhaltung widmen, beschäftigten sich auch immer wieder mit Terrarien.

Ein Terrarium bringt Verantwortung mit sich

Wer sich für ein Terrarium interessiert, sollte einige Grundsätze beachten: Ist genug Zeit da, das Becken zu pflegen, sich um das Tier zu kümmern, es zu füttern und ggf. zu pflegen? Welche räumlichen und klimatischen Anforderungen stellt das Wunschtier? Verträgt es Einzelhaltung? Was wird aus eventuellen Nachzuchten?

Viele Tiere benötigen in ihrem Terrarium Wahlmöglichkeiten bezüglich Temperatur, Licht und Bodenbeschaffenheit. Neben Versteckmöglichkeiten müssen beispielsweise Regionen geschaffen werden, in denen die Tiere baden oder graben können. Viele Terrarienbewohner benötigen für ein gesundes Knochenwachstum zusätzlich eine UV-Lampe.

Terrarien-Bewohner wollen gefüttert werden

Nicht zu unterschätzen ist die Fütterung. Wer sich nicht an Lebendfutter wie Mehlwürmer oder Heimchen heranwagt, sollte auf reine Vegetarier umsteigen - dann allerdings ist die Auswahl an Tieren eingeschränkt. Die meisten Terrarianer züchten ihre Futtertiere selbst, um sowohl deren Qualität besser kontrollieren zu können als auch die Futterkosten im Rahmen zu halten.

Auf für Anfänger eignen spezielle Terrarien-Tiere

Kein Terrarien-Neuling sollte mit Tieren beginnen, die besonders hohe Ansprüche stellen. Auch darf man sich von niedlichen Jungtieren nicht über deren manchmal gewaltige Endmaße hinwegtäuschen lassen (jährlich werden Hunderte zu groß gewordene Rotwangenschmuckschildkröten einfach ausgesetzt). Giftige Tiere gehören in Expertenhände, eine entsprechende Ausbildung sollte auch in den Bundesländern, in denen sie nicht gefordert wird, vom verantwortungsbewussten Tierhalter absolviert werden.

Schließlich, aber wesentlich: Es gilt, den Artenschutz zu beachten. Wer sicher gehen will, kauft Tiere aus deutschen Nachzuchten; teure Importe haben oft eine qualvolle Odysse hinter sich und sind in der Haltung weniger stabil.