Stricken - Kleidungsstücke fertigen wie nebenbei
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Das Stricken ist als Handarbeit in Maschentechnik mit dem Häkeln verwandt. Man kann zum Beispiel Pullover, Jacken, Mützen, Schals, Socken oder auch Stofftiere stricken. Dieses Hobby macht Spaß und ergibt nützliche textile Dinge. Man kann es ganz nebenbei betreiben, während einer gemütlichen Gesprächsrunde, beim Fernsehen oder Hörbuchhören.

Stricken hat eine lange Tradition: Bevor es maschinell gefertigte Textilien gab, gehörte es zu den Hausarbeiten der Frauen wie Weben und Waschen. In jüngerer Zeit gab es immer wieder Phasen, in denen das Stricken mehr oder weniger “in” war: Während der achtziger und frühen neunziger Jahren des vorigen Jahrhunderts gehörte das Strickzeug fast zur täglichen Ausrüstung. Sogar im Schulunterricht oder während der Universitätsvorlesung wurde gestrickt.

Zum Stricken benötigt man nur wenig

Wer stricken möchte, benötigt erst einmal Stricknadeln. Das können zwei Nadeln mit je einer Spitze oder eine Rundnadel, bei der zwei Nadeln mit einem stabilen Kunststoffband miteinander verbunden sind, sein. Für Socken oder Handschuhe wird ein sogenanntes Nadelspiel eingesetzt, das aus fünf relativ kurzen beidseitig spitzen Nadeln besteht. Stricknadeln können aus Metall oder Holz hergestellt sein. Besonders angenehm liegen Bambusnadeln in der Hand.

Als Nächstes braucht man geeignetes Garn oder Wolle für die geplante Arbeit. Es empfiehlt sich, aus der gewählten Wolle vor Beginn der eigentlichen Strickarbeit mit der richtigen Nadelstärke eine Maschenprobe anzufertigen. Mit deren Hilfe lässt sich errechnen, wie viele Maschen man aufnehmen und wie viele Reihen man stricken muss. Wer sich Muster und Schnitt nicht selbst ausdenken will, sollte sich an ein Strickmuster halten. Strickmuster gibt es in einschlägigen Fachmagazinen oder im Internet.

Gestrickt wird in unterschiedlichen Techniken aus rechten oder linken Maschen. Aus ihrer Kombination entstehen verschiedene Muster. Werden mehrere Maschen regelmäßig zurückbehalten und erste nach anderen gestrickt, entsteht ein Zopfmuster. Das Halb- oder Doppelpatentmuster eignet sich für dicke Winterpullover. Auch durch den Wechsel der Farbe oder den Einsatz melierter Garne entstehen Muster. Am Ende müssen die Maschen abgekettet werden, damit sie nicht aufgehen.